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Aus Anlass der Generalsanierung wurde 2006 die Geschichte der Gozzoburg neu erforscht und neu geschrieben. Die sogenannte Gozzoburg dominiert den Südrand des Hohen Marktes, den ältesten Teil der Stadt Krems. Der reiche und angesehene Kremser Bürger und mehrmalige Stadtrichter Gozzo erwarb um 1250 Grund und Vorgängerbau, dessen älteste Teile aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen, und begann umfangreiche Umbauarbeiten. Das prächtige Stadthaus und Verwaltungsgebäude zählt zu den bedeutendsten frühgotischen Profangebäuden Österreichs. Es hat mit der zur Straße geöffneten Loggia und dem darüber liegenden Saal italienische Paläste zum Vorbild. Der Wappensaal im Obergeschoss mit seiner Holzbalkendecke aus 1254 diente für Gerichtsverhandlungen, Ratssitzungen und offizielle Anlässe. Die im Osten errichtete Katharinenkapelle mit Sitznischen unter einem achtteiligen Sternrippengewölbe und Farbverglasung ist noch nicht rekonstruiert.
Nach Gozzo wechselte die Anlage mehrmals die Besitzer und ihre Funktionen. So wurde 1548 ein renaissancezeitlicher Arkadengang im Innenhof errichtet, ab 1609 wurden Teile als Bierbrauerei verwendet, dafür auch die Loggia vermauert. Auch später wurden die Räume individuellen Bedürfnissen angepasst. Heute bildet das Mittelalterzentrum in der Gozzoburg einen Anziehungspunkt für Besucher: Der kunsthistorische Rundgang führt durch die neu erschlossene Anlage, die auch das Landeskonservatoriat des Bundesdenkmalamtes beherbergt. Nähere Informationen zur Gozzoburg findet man unter http://www.gozzoburg.at/
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