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Geschichte des Weines

Steiner TorDie Geschichte der Stadt Krems ist untrennbar verwoben mit der Geschichte des Weinbaus.

Rebkörner fanden sich in den Urnenfeldern und Abfallgruben von Ödenburg bis Mautern. Der römische Historiker Diodor berichtet über die Kelten, dass diese neben dem Met auch Wein getrunken haben.

Die Römer mussten zwar nicht den Wein bringen, trugen aber durch verfeinerte Kultivierungtechniken und ihrer Gesetzgebung zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Rebkultur bei


Mit den Klostergründungen der karolingischen Zeit nahm der Weinbau weiteren Aufschwung. Schon 860 bestätigt König Ludwig der Deutsche dem Salzburger Erzbischof Besitzungen, darunter auch Weingärten, im heutigen Stadtteil Hollenburg. Die Schlacht auf dem Lechfeld (955), wodurch die Magyaren endgültig zurückgedrängt wurden, leitete auch den Beginn einer kontinuierlichen Besiedlung und damit des gezielten Weinbaus in der Kremser Region ein.

Die erste namentliche Erwähnung in einer Tauschurkunde zwischen Otto III. und dem Bistum Freising datiert vom 16. August 996. Die ersten Klostergründungen erfolgten im Zuge der Glaubensverbreitung, Kultivierung und Festigung des Landes entlang der Donau. Die Babenberger und Habsburger knüpften an diese Tradition an und aus dieser Zeit stammen die ältesten Riedennamen der Kremser Gegend: 1120 "Thalland", 1135 "Weinzierlberg", 1136 "Wartberg", 1180 "Gebling", 1204 "Frechau" und 1215 "Sandgrube".

Zur Hochblüte waren schließlich über 50 Lesehöfe geistlicher Grundherrschaften aus Oberösterreich, Salzburg, Bayern und Südböhmen in Krems und Stein wirtschaftlich tätig. Im 13. Jahrhundert befand sich beinahe die Hälfte der Kremser Weinbaufläche im Besitz der Klöster. Die Stadt Krems deckte mit 100.000 Litern drei Viertel der niederösterreichischen Weinausfuhr.

Eine Vielzahl von Wirtschaftshöfen, Presshäusern und Weinkellern wurden in der Folge errichtet und dienen großteils bis zum heutigen Tage der Weinwirtschaft. Die Donau als Handelsweg kam dieser Entwicklung sehr entgegen.

Weinkeller Ähnlich den Handwerkern schlossen sich auch die Weinhauer schon sehr früh zu einer Innung zusammen - die "Hauerzeche" Krems-Stein ist 1447 erstmals urkundlich fassbar.

Diese jahrhundertelange Hauertradition ist für die Kremser Weinbauern bis zum heutigen Tag Verpflichtung: Dafür steht nicht zuletzt die Markengemeinschaft "Original Kremser Wein" und das damit verbundene Streben nach hoher Qualität. Die Aufnahme von Krems als bisher einziger österreichischer Stadt in die als RECEVIN bezeichnete "Gemeinschaft europäischer Weinstädte" stellt somit nur die logische Folge der weit in die Geschichte zurückreichenden weinwirtschaftlichen Bemühungen dar
Die Geschichte des Kremser Weinbaus ist seit 1996 im WEINSTADTmuseum im ehemaligen Dominikanerkloster umfassend dokumentiert.